Das Wachstum unstrukturierter Daten, Cloud-Workloads, KI-Trainingsdaten und langfristiger Archivspeicher stellt Unternehmen vor eine klare Herausforderung: mehr Kapazität innerhalb bestehender Rechenzentrumsflächen bereitzustellen. Genau hier setzt die SMR-Technologie (Shingled Magnetic Recording) von Western Digital (WD) an. Laut WD wurde SMR entwickelt, um die Arealdichte von Festplatten zu erhöhen und so mehr Kapazität pro Laufwerk zu ermöglichen. Bei Laufwerken derselben Generation kann SMR gegenüber CMR laut WD bis zu 11 % mehr Arealdichte erreichen.
Im Unterschied zu herkömmlichem CMR (Conventional Magnetic Recording) werden bei SMR die Schreibspuren überlappend angeordnet – ähnlich wie Dachschindeln. Dadurch lässt sich die verfügbare magnetische Fläche effizienter nutzen. WD erklärt, dass dies möglich ist, weil der Schreibkopf breiter ist als der Lesekopf. Das Ergebnis ist eine höhere Speicherdichte. Gleichzeitig bringt dieser Ansatz technische Anforderungen mit sich: SMR eignet sich besonders für Umgebungen, in denen Daten vor allem sequentiell gespeichert werden, da zufällige Überschreibungen komplexer zu handhaben sind.
Für Unternehmen ist das vor allem aus wirtschaftlicher Sicht relevant. Mehr Speicherdichte kann zu einem besseren Kosten-pro-Terabyte-Verhältnis, einer höheren Rack-Dichte und einem effizienteren Einsatz von Strom und Platz im Rechenzentrum beitragen. Western Digital positioniert SMR deshalb insbesondere für Archive, Cloud-Backups, AI-Datensätze und andere sequential-write Anwendungen. Gleichzeitig weist WD darauf hin, dass die tatsächliche Performance stark vom Workload abhängt: Bei passendem Applikationsverhalten kann SMR nahe an CMR heranreichen, während ungeeignete Zugriffsmuster die Leistung deutlich beeinträchtigen können.
Im Enterprise-Umfeld spielt außerdem das Thema Host-Managed SMR eine wichtige Rolle. Dabei wird die Logik für die optimale Nutzung der Laufwerke nicht allein vom Laufwerk selbst, sondern auch von der Software- und Storage-Architektur gesteuert. Western Digital betont jedoch, dass das Ökosystem rund um SMR inzwischen deutlich gereift ist und sich die Technologie dadurch in immer mehr produktiven Szenarien sinnvoll einsetzen lässt.
Einen weiteren Entwicklungsschritt beschreibt Western Digital mit UltraSMR. Laut WD kombiniert UltraSMR mehrere Technologien, darunter OptiNAND™, Large Block Encoding, erweiterte Paritätsformate sowie proprietäre Firmware- und Algorithmus-Optimierungen, um die Kapazitätsvorteile von SMR weiter auszubauen. Während frühere SMR-Generationen laut WD etwa 11 % bzw. 2 TB mehr Kapazität gegenüber CMR boten, erhöht UltraSMR diesen Vorteil auf bis zu 18 % bzw. 4 TB pro HDD derselben Generation.
TCO Kalkulation zur SMR Technologie – jetzt runterladen:
Diese technologische Entwicklung zeigt sich direkt im aktuellen Ultrastar-Portfolio von Western Digital. Die Ultrastar DC HC680 nutzt laut WD UltraSMR in Kombination mit OptiNAND-Technologie, um bis zu 28 TB auf einer 10-Disk-Plattform bereitzustellen.
Noch einen Schritt weiter geht die Ultrastar DC HC690, die Western Digital als weltweit erste 11-Disk-SMR-HDD-Plattform beschreibt und mit bis zu 32 TB Kapazität positioniert. WD ordnet dieses Laufwerk klar im Bereich höherer Speicherdichte für bestehende Data-Center-Footprints ein.
Dass SMR inzwischen stärker im Markt ankommt, unterstreicht Western Digital auch selbst. In einer offiziellen Unternehmensmeldung erklärte WD, dass die Ultrastar DC HC690 UltraSMR HDDs mit bis zu 32 TB inzwischen ausgeliefert werden, um Kunden bei einer kosteneffizienten Speicherung großer Datenmengen zu unterstützen.
Für uns lässt sich daraus eine klare Botschaft ableiten: SMR ist keine universelle Lösung für jede Speicheranwendung, aber eine hochrelevante Technologie für kapazitätsoptimierte, sequenzielle und datenintensive Workloads. Wer Speicher für Archive, Deep Content Storage, Cloud-Umgebungen oder AI-Datenbestände plant, sollte die Entwicklung von WD SMR und UltraSMR sowie die zugehörigen Ultrastar-Produkte genau im Blick behalten.
Wie Boston bei der Umsetzung unterstützt
Damit SMR- und UltraSMR-basierte Speicherlösungen ihr Potenzial im Rechenzentrum wirklich entfalten, kommt es nicht nur auf die Festplatte selbst an, sondern auf die richtige Gesamtarchitektur. Wir sind Hersteller und Lösungsanbieter für maßgeschneiderte Server- und Speichersysteme sowie komplexe Cloud-Computing-Lösungen. Zudem integrieren wir die Western-Digital-Technologien in unsere Server- und Storage-Lösungen und unterstützen unsere Kunden dabei, die passende Konfiguration für ihren individuellen Einsatzzweck betriebsfertig abzustimmen.
Für Sie bedeutet das: wir helfen Ihnen dabei, WD Ultrastar HDDs wie die Ultrastar DC HC680 oder Ultrastar DC HC690 in eine passende Server- oder Storage-Umgebung einzubetten, sodass Kapazität, Performance und Wirtschaftlichkeit auf den jeweiligen Workload abgestimmt werden. Besonders bei archivlastigen, kapazitätsoptimierten oder sequenziellen Speicherumgebungen kann diese Integrations- und Beratungskompetenz entscheidend sein.
